| Andreas Korte war von 1991 bis 1998 Schüler von Jan Dibbets und Gerhard Merz an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Doch nicht der Illusionismus des architektonischen Bildes bechäftigt ihn, sondern die Wahrnehmung "bewegter" Wirklichkeit im inszenierten Raum. "Breakdance Nr.1" zeigt beispielhaft eine solche Situation. Ein Videobeamer projeziert Szenen der Düsseldorfer Kirmes von der Endlosschleife eines Videobandes auf die gegenüberstehende Wand. Dabei wirkt der in bunten Szenen ablaufende Film wie ein auf der Wand stehendes rahmenloses "Gemälde". Der genießerisch betrachtende Aspekt wird noch dadurch unterstrichen, daß ein an der gegenüberliegenden Wand befestigtes Geländer als Stütze für den Betrachter dient, der von hier aus dem Kirmestreiben zuschaut. "Breakdance Nr. 1" heißt dieses Kirmeskarussell, der Tanz all jener Leute, deren Empfinden sich dem Strudel der Zeit ausliefert. Dr. Gottlieb Leinz, Stellvertretender Direktor des Willhelm Lehmbruckmuseums Duisburg |
|||